2 Educational Governance-Perspektive

Auch wenn der Art. 7 (1) GG regelt, dass das gesamte Schulwesen unter der Aufsicht des Staates steht, so scheint es nicht sinnvoll, in der folgenden Untersuchung ausschließlich den Staat zu betrachten. Denn in den vergangenen Jahrzehnten gewannen immer mehr Akteure Einfluss auf die schulische Bildung (vgl. Kussau & Brüsemeister 2007: 16).

Die Educational Governance-Perspektive trägt dieser Entwicklung Rechnung und betrachtet nicht nur die rechtlich-hierarchische Steuerung des Staates, sondern das handelnde Zusammenwirken aller relevanten Akteure. Dabei verfolgt die Educational Governance-Perspektive das Ziel, die „Handlungsabstimmung in einem Mehrebenensystem mit zahlreichen Akteuren“ darzustellen (vgl. ebd. 16).

Diese Darstellung kann im Bereich der schulischen Medienbildung nicht losgelöst von der Historizität erfolgen. Denn erst vor dem Hintergrund der historischen Rahmenbedingungen werden die Ressourcen und Motive der einzelnen Akteure bei der Einflussnahme und Steuerung deutlich.

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