3.2 Technische Impulse

Mit der Entwicklung des ersten Mikroprozessors wurde es Anfang der 1970er-Jahre möglich, kleine Selbstbaucomputer herzustellen. Der ökonomische Erfolg dieser Selbstbaucomputer und die zunehmend leistungsfähigeren und preiswerteren Mikroprozessoren bereiteten den Weg zur kommerziellen Vermarktung bereits zusammengebauter Mikrocomputer (vgl. Zemanek 1992: 43 f.). Deren Ära begann 1975 mit dem Altair-8800 (vgl. Weller 2013; Leitenberger 2012: 28 f.).

Wachsende Absatzzahlen führten zu sinkenden Preisen und einer weiteren Verbreitung der neuen Technologie (vgl. BI 86 2011: 68; BT-Drs. 9/2442: 93 f.). In der Folge verfügten Mitte der 1990er-Jahre immer mehr Unternehmen und private Haushalte über PCs mit CD-ROM-Laufwerken (vgl. Flindt 2005: 21).

Dem digitalen Lernen bot die Ära der Mikrocomputer viele neue Möglichkeiten. So konnten nun dank der neuen Fenstersysteme z. B. auch EDV-Laien Lern-Programme nach kurzer Zeit bedienen (vgl. Flindt 2005: 20).

Die Geburtsstunde des World Wide Web (WWW) im Jahr 1990 bereicherte die Medienbildung in der Schule ebenfalls. Seit das WWW der Öffentlichkeit1993 zugänglich gemacht wurde (vgl. Flindt 2005: 21), bewegen sich auch Schüler in der virtuellen Welt und müssen darauf ähnlich vorbereitet werden wie auf die reale Welt.

Deutschland erkannte schnell die Relevanz des WWW für die Bildung. Deshalb unterstützte die Initiative Schulen ans Netz e. V. ab 1996 die Schulen dabei das WWW zu nutzen und online zu gehen. Hauptsponsoren waren die Bundesregierung und die Deutsche Telekom AG. Weiterhin wurde die Initiative durch die Wirtschaft unterstützt, z. B. durch AOL, Bertelsmann, Microsoft, Siemens oder auch Volkswagen. 2001 war das Werk vollbracht und die letzte Schule am Netz (vgl. Scholz 2004: 292 f.).

Einen vorläufigen Höhepunkt digitaler Mobilität stellt die zunehmende Verbreitung von mobilen Endgeräten und preiswerten Telefontarifen dar. Besaßen Anfang 2009 nur 6 Mio. Deutsche ein Smartphone, so besitzen heute bereits über 45 Mio. Deutsche ein solches (vgl. Anlage 1). Besonders unter jüngeren Menschen sind die mobilen Endgeräte weit verbreitet. Laut der JIM-Studie 2014 besitzen mittlerweile 97,5 Prozent aller Jugendlichen ein Handy, 91,5 Prozent einen Internetzugang, 88,5 Prozent ein Smartphone und bereits 20,5 Prozent einen Tablet-PC (vgl. mpfs 2014: 8). Damit sind die digitalen Medien endgültig im Alltag der Schüler angekommen, was es noch dringender macht, sie auf diesen virtuellen Teil ihres Lebens vorzubereiten.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s