3.3 Wirtschaftliche Impulse

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die sich keine teuren Großrechner leisten konnten, erkannten schnell das Potential der Mikrocomputer, die ab 1975 vertrieben wurden. In Verbindung mit den neu entwickelten Tabellenkalkulations- und Textverarbeitungsprogrammen konnten so beispielsweise Geschäftsprozesse optimiert werden (vgl. BI 86 2011: 69).

Ab 1983 nutzten 63 Prozent der Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeitern DV-Systeme. Von diesen setzten 22 Prozent eigene Systeme ein, 11 Prozent nutzten DV-Systeme in ihrer Unternehmenszentrale und 30 Prozent beauftragten kommerzielle Rechenzentren (vgl. Leimbach 2010: 241 ff.).

Dies führte dazu, dass die Enquete-Kommission „Neue Informations- und Kommunikationstechniken“ für Teilbereiche des Arbeitsmarktes einen quantitativen und qualitativen Strukturwandel prognostizierte (vgl. BT-Drs. 9/2442: 97) und als Konsequenz eine grundlegende Umorientierung des gesamten Schulsystems forderte. Die Lernenden sollten sich insbesondere technisches Grundwissen und technische Zusatzqualifikationen aneignen (vgl. BT-Drs. 9/2442: 115).

Kein Einvernehmen konnte in der Enquete-Kommission jedoch darüber hergestellt werden, ob die Schüler zudem auch z. B. teamfähig sein und über die Fähigkeit zur Selbstentfaltung verfügen sollten (vgl. BT-Drs. 9/2442: 116). Zunächst ging es nur um technische Kenntnisse, die dazu benötigt wurden, die Leistungsfähigkeit der deutschen Wirtschaft aufrecht zu erhalten.

Die Kommission mahnte zur Eile. Denn sie ging davon aus, dass bereits 1990 70 Prozent aller Beschäftigten Kenntnisse in den IuK-Technologien benötigten (vgl. BT-Drs. 9/2442: 116).

Dieser Einschätzung folgten diverse andere Institutionen. Bereits ein Jahr später brachte die BLK das „Rahmenkonzept Informationstechnische Bildung in Schule und Ausbildung“ auf den Weg (vgl. BLK 1985: 123 ff.). Darin wurde die Überzeugung wiederholt, dass die IuK-Techniken in Zukunft für nahezu alle Wirtschaftsbereiche relevant werden würden, und die Schule ihre Schüler deshalb auf diese Zukunft vorbereiten müsse (vgl. Puttkamer 1986: 29).

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