4.3 Informationstechnologien als Kulturtechnik

Ein besonderer inhaltlicher Wandel ist dem Bereich der Kulturtechnik widerfahren. Wurde darunter 1984 auf der GI-Fachtagung noch die Abstraktion von Information, Modellbildung, Problemlösemethodik, Algorithmisierung oder auch das Management von Komplexität verstanden (vgl. Arlt & Haefner 1984: 39), so gibt es mittlerweile mit dem Internet eine virtuelle Welt, die in vielen Bereichen ähnlich komplex ist wie die reale, und in der die Schüler via Smartphone und dank preiswerter Telefontarife häufig tief verwurzelt sind (vgl. mpfs 2014: 23).

Weil das Kommunikations- und Handlungsrepertoire i. S. v. Baacke in dieser virtuellen Welt so umfangreich geworden ist, benötigen die Schüler eine ähnlich umfangreiche Vorbereitung auf diese virtuelle Welt wie auf die reale. Sie benötigen eine „virtuelle Verkehrserziehung“, die sie auf die technischen, rechtlichen und zwischenmenschlichen Aspekte dieser Welt vorbereitet (vgl. Niederastroth 2010).

Tatsächlich findet eine solche Vorbereitung jedoch nur sehr selten statt. So verzichteten laut der ICILS 2013 beispielsweise 94,3 Prozent der Lehrer auf den Einsatz von Sozialen Medien und 83,6 Prozent auf den Einsatz von Kommunikationsprogrammen wie E-Mail oder Blog in ihrem Unterricht (vgl. Eickelmann, Schaumburg, Drossel & Lorenz 2014: 206).

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