4 Medienbildung in der Schule

In dem Maße, in dem sich Technik oder lerntheoretische Überzeugungen entwickeln, entwickelt sich auch das Verständnis dessen, was inhaltlich unter der Medienbildung in der Schule verstandenen wird. Deren Umfang wächst bis heute, weil die technische Entwicklung die Schüler vor immer mehr Herausforderungen stellt.

Ursprünglich verwendete Baacke 1973 erstmals den Begriff der Medienkompetenz (vgl. Biermann 2013: 2). Danach ist das Bildungsziel schulischer Medienbildung „die Fähigkeit, in die Welt aktiv aneignender Weise auch alle Arten von Medien für das Kommunikations- und Handlungsrepertoire von Menschen einzusetzen“ (Baacke 1996: 119). Baacke unterscheidet vier Dimensionen, nämlich die Medienkritik, die Medienkunde, die Mediennutzung und die Mediengestaltung (vgl. Baacke 1997: 98 f.).

Später operationalisierte die Gesellschaft für Informatik diese Dimensionen für den Einsatz in der Schule und unterschied vier unterrichtliche Einsatzmöglichkeiten von Informationstechnologien, nämlich die Bereiche der

  1. Informatik, EDV, informatischen Grundkenntnisse,
  2. Hilfsmittel im Unterricht, vergleichbar mit Zirkel, Lexikon oder Taschenrechner,
  3. Medien im Unterricht, vergleichbar mit einem Buch oder einem Film und
  4. Kulturtechnik, also der Kompetenz im systematischen Umgang mit Information,

deren Grenzen nicht überschneidungsfrei sondern fließend sind (Arlt & Haefner 1984: 38 ff.). Wie sich im weiteren Verlauf dieser Arbeit zeigen wird, wurden hier richtungsweisende Weichen gestellt, die bis heute für viele Akteure Geltung haben.

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