5.5.2 Sicherstellung der Unterrichtsversorgung

Neben diesen persönlichen Dispositionen beeinflussen auch schulrechtliche Zwänge die Steuerung der fächerübergreifenden Medienbildung. Die Schulleiter müssen insbesondere die Unterrichtsversorgung sicherstellen: Alle Schüler sollen in einem ausreichenden Umfang Unterricht in den Fächern erhalten, die sie für den von ihnen angestrebten Schulabschluss benötigen.

Folglich nehmen Schulleiter die Unterrichtsversorgung in Informatik, EDV und ITG sehr ernst, weil es sich dabei um Pflicht-Fächer handelt. Der fächerübergreifende Medieneinsatz ist demgegenüber weniger wichtig, weil dieser in den Lehrplänen nicht in einem bestimmten Stundenumfang verpflichtend vorgeschriebenen ist.

Aus diesem Blickwinkel lässt sich auch erklären, warum 68 Prozent aller Schulleiter mit der IT-Ausstattung ihrer Schule zufrieden sind (vgl. Eickelmann 2014: 12). Denn es reichen schon wenige Computerräume, um die Unterrichtsversorgung in Informatik, EDV oder auch ITG sicherzustellen.

Der qualitative Erhaltungszustand dieser PC-Räume ist unter dem Aspekt der Sicherstellung der Unterrichtsversorgung dann auch zweitrangig. Denn genauso wie die Schulstatistik „stimmt“, wenn ein Fachlehrer erkrankt und fachfremd vertreten wird, so „stimmt“ die Schulstatistik, wenn die Klassen in den PC-Räumen anwesend waren – unabhängig davon, ob dort überhaupt alle Schüler einen PC benutzen konnten und wie gut dort mit diesen PCs wirklich gelernt werden konnte.

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